Katze zittert beim Streicheln: mögliche Gründe und was du tun solltest

Dass Katzen zittern, muss kein Alarmzeichen sein. Trotzdem solltest Du als verantwortungsvoller Halter wissen, was die Gründe sind und, was zu tun ist, falls das Tier eine Krankheit hat.

Zittern beim Streicheln kann durch Stress, Angst und Unwohlsein hervorgerufen werden. Kommen weitere Symptome wie Gewichtsverlust, struppiges Fell und ein zurückgezogeneres Verhalten hinzu, kann sich eine Erkrankung dahinter verstecken. In diesen Fällen muss ein Tierarzt aufgesucht werden. Achte darauf, dass du mögliche Zusammenhänge dem Tierarzt mitteilen kannst: seit wann und bei wem zittert die Katze?

Zittern beim Streicheln – normales vs. unnormales Verhalten

Falls die Katze leicht zittert, wenn Du sie streichelst, kann das ein ganz normales Verhalten sein. Besonders häufige erfolgt die Reaktion, wenn das Tier gestresst ist, weil sie einen Menschen noch gar nicht kennt. Reagiert Deine Samtpfote also auf die Aufmerksamkeit Fremder mit Zittern, musst Du Dir keine Gedanken machen.

WIchtig ist die Deutung im Kontext: tritt das Zittern erst seit kurzem auf und nur bei bestimmten Personen? Wenn du deine Katze immer ohne Probleme streicheln konntest und dieses Verhalten neu ist, dann solltest du Ursachenforschung betreiben und im Zweifel einen Tierarzt aufsuchen.

Deine Katze zittert nur, wenn Fremde sie streicheln? Das zeigen Katzen, wenn Sie gestresst sind.

Eine logische Schlussfolgerung gibt es dennoch: Falls Deine Katzen keine fremden Menschen mag, dann lass sie lieber in Ruhe. Teile Deinem Besuch zum Beispiel mit, dass er sich ihr nur langsam nähern soll oder sie am besten ganz ignoriert. Dann wird die Katze auch nicht mehr zittern, da das Zittern nur auftritt, wenn Fremde sie streicheln. Beobachte deine Katze daher genauer, wann sie mit dem Zittern auf das Streicheln reagiert.

Natürlich kann es auch sein, dass Deine Katzen gerade schläft, während Du sie streichelst. Nicht nur Menschen träumen, sondern auch Katzen erleben im Schlaf das eine oder andere Abenteuer. Zittert die Katze mit geschlossenen Augen, kann es also am Träumen liegen. Das ist kein Grund zur Aufregung!

Diese körperlichen Ursachen können hinter dem Zittern stecken

Hat Deine Katze sehr dickes oder langes Fell und genug Fett auf den Rippen? Dann wird es nicht am Frieren liegen, dass sie plötzlich zittert. Handelt es sich jedoch um eine sehr dünne Katze oder eine Katze mit wenig Fell, solltest Du Dir überlegen, ob die Umgebung warm genug für Deinen Stubentiger ist.

Bei einer Streicheleinheit kann es sich deine Katze richtig gemütlich machen. Vielleicht liegt sie aber gerade ungünstig, sodass sie während der Kuschelzeit auskühlt und dann anfängt zu zittern. Katzen mögen es erhöht, manchmal sitzen sie auf der Fensterbank, die aus kaltem Stein ist. Überprüfe den Lieblingsplatz deiner Katze und den Untergrund, wenn das Zittern auftritt.

Kommt die Katze an einem kalten Tag nach drinnen und Du möchtest sie streicheln, wird sie vielleicht zittern. Meistens reguliert sich die Temperatur des Katzenkörpers schnell wieder von alleine, wenn es drinnen schön warm ist. Stelle ansonsten ihr Bettchen nah an die Heizung. Pass ebenfalls auf, dass der Ruheplatz nicht direkt im Zug ist, zum Beispiel weil du in den beiden Nebenräumen lüftest und deine Samtpfote so plötzlich in einem kalten Windhauch sitzt oder liegt.

Ein Fenster kann besonders bei Altbauten und starkem Wind zu Zug in den vier Wänden führen.

Eine Katze kann auch vor Erschöpfung zittern. Das passiert zum Beispiel nach langen Autofahrten, dem Besuch beim Tierarzt oder wenn eine Katze Diabetes hat. Hast Du das Gefühl, dass Deine Katze oft müde ist und kaum noch Spaß am Spielen und Herausgehen zeigt, dann gehe am besten zum Tierarzt.

Angst und andere Verhaltensursachen bei Zittern

Angst oder akuter Stress kann ebenfalls zum Zittern bei Katzen führen. Gerade laute Geräusch wie das Feuerwerk an Silvester oder der Lärm durch eine nahegelegene Baustelle tun der Katze nicht gut.

Liegt das Zittern am Stress aufgrund unbekannter Geräusche, sollte sich das Verhalten sofort wieder ändern, wenn die Geräusche weg sind! Streichelst du deine Katze, weil sie Angst bekommen hat, könnte das der entscheidende Hinweis sein. Beobachte ihr weiteres Verhalten: entspannt sie sich wieder, sobald Ruhe einkehrt oder ist das Zittern unabhängig vom Streicheln?

Katzen sind sehr sensibel. Viele Stubentiger spüren es instinktiv, wenn zu Hause eine schlechte, angespannte oder eine traurige Stimmung herrscht. Auch nach Umzügen reagieren viele Tiere gestresst. Sind das die Gründe für das Zittern, solltest Du Dir viel Zeit nehmen für Dein Tier und geduldig an die ganze Sache herangehen.

Als Gewohnheitstiere lieben sie alles so, wie es ist und können auf Umschwünge in ihrer Umgebung, dem Tagesablauf oder der Mitbewohner im Haus und auch draußen, gestresst reagieren. Gab es eine Änderung an ihrem Tagesablauf oder in der Umgebung, die für Stress gesorgt haben könnte?

Sollte deine Katze als Freigänger für kurze Zeit als reine Wohnungskatze gehalten werden, findest du hier Tipps: Freigänger zeitweise als Wohnungskatze halten.

Bei diesem Faktor sollte das Zittern sich von alleine wieder verbessern, sobald deine Katze wieder entspannen kann. Auch hier gilt: behalte die Gesamtsituation im Auge, damit du das Verhalten richtig einschätzen kannst.

Das kannst Du als Besitzer tun

Ist die Ursache rein seelischer Natur, kannst Du Dir überlegen, ob Du Deiner Katze auf die eine oder andere Weise Stress sowie Ärger ersparen kannst. Vermeide das Mitnehmen im Auto oder den häufigen Besuch fremder Menschen im Territorium Deiner Katze.

Manche Katzen sind schlicht unglücklich mit dem momentanen Zustand.

Vielleicht geht es Deiner Katze besser, wenn Du sie räumlich von anderen Haustieren oder lauten Haushaltsgeräten trennst.

Manche Tiere sind zudem einsam. Überlege Dir, ob Du eventuell eine zweite Katze anschaffen möchtest, damit es Deiner Katze psychisch bald besser geht.

Weiterlesen: Welche Katzenrasse eignet sich als Wohnungskatze?

Analysiere dazu die Situation: gab es Veränderungen im Umfeld, seit denen das Zittern auftritt? Kannst du neue Haustiere oder Menschen in ihrer Umgebung wahrnehmen, die zu vermehrtem Stress führen? Musste die Katze in letzter Zeit oft zum Tierarzt und verbindet nun das gut gemeinte Streicheln mit etwas schlimmem?

Sollte deine Katze weitere Symptome zeigen, wie Lustlosigkeit und Abgeschlagenheit, dann ist ein Tierarzt hinzuzuziehen.

In diesen Fällen solltest Du zum Tierarzt gehen

Handelt es sich nicht um eine rein psychische Ursache, musst Du möglichst bald zum Tierarzt.

Beobachtest Du Veränderungen an Deiner Katze, die das Verhalten oder das Aussehen betreffen? Struppiges Fell, plötzlicher Verlust an Gewicht oder das häufige Zurückziehen können Anzeichen für eine Erkrankung sein.

Ähnlich verhält es sich mit anderen Verhaltensauffälligkeiten, denen du nachgehen solltest: Katze hustet beim Schnurren. Alles über Verstopfungen mit ihren diffusen Symptomen findest du hier: Verstopfung bei Katzen.

Deine Katze sollte weiterhin Appetit haben und neugierig sein. Reagiert sie verhalten auf ihr Lieblingsfutter, ihre Katzenangel oder den anstehenden Freigang, solltest du das bei einem Tierarzt abklären lassen. Im besten Fall reagierst du so rechtzeitig, dass beginnende Erkrankungen rechtzeitig diagnostiziert werden können.

Der Tierart wird die Katze abtasten und eventuell eine Blutprobe nehmen, um das Zittern aufzuklären.